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Wildcat Piercing
 
last update: 26/03/2004
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Materialien
amber/casein
Implantanium®
fluoro (pmma)
mammut/plastastic®
niobium
ptfe
titan highline®
titan blackline®
titan zirconline®
steelline®
Materialkunde

Steelline® (Implantat- / Chirurgenstahl)

Auf Eisen basierende Legierungen haben eine über 300 Jahre alte medizinische Geschichte (so hat in 1666 Fabricius den Gebrauch von Drahtschlaufen [alternativ Drahtringe], um Wunden damit zu verschliessen, beschrieben und im Jahre 1886 berichtet, daß Stahlplatten benutzt werden, um Brüche zu fixieren). 1916 wurde korrosionsresistenter und rostfreier Stahl entwickelt mit einem Minimum von 10.5% Chrom aus dem dieses einzigartige chirurgische Implantatmaterial hervorging. Rostfreier Stahl behält seine geerbten Charakteristika durch die Formation einer nicht sichtbaren, an der Oberfläche haftenden, mit Chrom angereicherten, Oxid Schicht. 1947 empfiehlt das "American College of surgeons" den Einsatz von rostfreiem Stahl für biomedizinische Implantationen.

Basierend auf seiner Zusammensetzung wird rostfreier Stahl in vier generelle Klassen kategorisiert: Stahl der 200er Serien enthält Chrom, Nickel und Mangan, Stahl der 300er Serie enthält Chrom und Nickel, 400er Serien Stahl enthalten Chrom und Stahl der 500er Serien nur einen geringen Anteil an Chrom. Die meisten korrosionsresistenten Stahle gehören zu den 300er Serien und sind folglich auch in der medizinischen Implantation und im Körperschmuck sehr populär. Doch nicht alle Stahle der 300er Serien sind geeignet für den Einsatz als Piercings. Wildcat benutzt drei Chirurgenstahle für seinen Schmuck: Komposition D Implantatstahl, 316L Chirurgenstahl und 316LVM Chirurgenstahl. Obwohl alle Nickel enthalten, geben sie diesen jedoch nicht als Nickelsalze an den Körper ab, oder verursachen "Nickelkontakt" Dermatitis. Wildcat liegen Ergebnisse von unabhängigen Laboren vor, die zeigen, daß die Nickelabsonderung unter 0.01 ug/cm2/Woche liegt. Alle von Wildcat ausgelieferten Stahle erfüllen die annerkannten Kriterien der EU Nickel Direktive und können zeitlich unbegrenzt, weltweit als Piercing Zweiteinsatz benutzt werden. Siehe auch Gesetzeslage (LMBG 7.Verordnung)

In der Medizin wird rostfreier Chirurgenstahl (316L) unter vielen anderen Anwendungen als Knochenfixierungsschrauben, Körpernadeln, Knochenplatten, Ganzgelangprothesen, Knochennägel, Drahte, mandibulare Maschendrahtprothesen, Nähte, Klammern, neurochirurgische und microvaskuläre [clips], und als Herzschrittmacherelektroden eingesetzt. Der Körperschmuck auf den folgenden Seiten ist aus gleichwertigem (oder höherwertigem) Standardmaterial hergestellt. Wir setzen Ihre Gesundheit nicht aufs Spiel. Einige verrufene Anbieter verkaufen aus 303 rostfreiem Stahl (ein hochschwefelhaltiger, leichter zu verarbeitender Stahl) hergestellten Körperschmuck. 303er Stahl ruft erhebliche negative Reaktionen bei nickelsensitiven Personen (14% in Teststudien) hervor und sollte unter allen Umständen gemieden werden. Der auf dem Markt erhältliche Billigimport aus diesem Material schädigt den Träger und die gesamte Piercingbranche. Alle Wildcat Stahle sind stabile und legale Legierungen. Unser Implantatstahl ist 20mal teurer als gewöhnlicher 316er Stahl.

Information zur Elektopolitur:
Viele der folgenden Artikel wurden elektropoliert. Elektropolitur ist eine hoch entwickelte Oberflächen Finishing Technik, bei der durch elektrochemische Reaktion langsam eine dünne Oberflächenschicht vom Schmuckstück abgetragen wird und in Microsmoothing resultiert. Erhöhte Flächen und Wölbungen werden vorzugsweise entfernt. Die resultierende Oberfläche ist extrem glatt und spaltenfrei. Oberflächegeometrie beeinflusst die Bakterienaktivität: Die ultraglatte und ultrasaubere Oberfläche reduziert die Möglichkeiten einer körperlichen Abstoßung. Elektropolierter Körperschmuck hat eine höhere Oberflächenintegrität und -effizienz als Schmuck, der auf irgendeiner anderen Methode poliert wurde. Für der Ersteinsatz in neue nicht epithilisierten Piercings, benutze IMPLANTANIUM®, TITAN , NIOBIUM, PTFE oder HOCH REINES GOLD. Alle nickelhaltigen Stahle wurden für den Ersteinsatz in der EU verboten!

Gesetzeslage Chirurgen- bzw. Implantatstahl
Bei der Materialbeschaffenheit von Körperschmuckstücken unterscheidet man grundsätzlich zwischen Materialien die für einen Ersteinsatz (also noch während des Abheilungsprozesses des Piercingkanals und der betroffenen Haut- und Körperpartien) infrage kommen (bzw. erlaubt sind) und denen, die erst nach vollständigem und abgeschlossenem Heilungsprozess Verwendung finden können und dürfen. So ist z.B. Titan für den Ersteinsatz erlaubt und z.B. Chirurgen- oder Implantatstahl nicht. Ganz rigoros wird der Gesetzgeber beim Stichwort „Nickel“, dessen Anteil ganz exakt in Bezug auf „Ohrstecker oder gleichartige Erzeugnisse wozu auch Piercingschmuck gehört“ definiert wird. Erst kürzlich wurde die 7. Verordnung zur Änderung der Bedarfsgegenständeverordnung erlassen, mit dem der Schutz und die Vorsorge im Hinblick auf die Nickelallergie deutlich verbessert wird. Die neuen Testverfahren müssen nach neuen Normen DIN EN1810,1811,12472 durchgeführt werden. Für nickelhaltige Gegenstände, die unmittelbar und längere Zeit mit der Haut in Berührung kommen, wie z.B. Ohrschmuck, Piercingschmuck, Ringe , Halsketten und Armbänder, wird eine Höchstmenge 0,5 µg Nickel/cm2/Woche für die Freisetzung von Nickel festgelegt, die nicht überschritten werden darf. Wird Nickel in Mengen abgegeben, die über diesem Höchstwert liegen, so können diese Gegenstände allergische Reaktionen wie z.B. Hautrötungen oder Juckreiz hervorrufen. Bei nickelhaltigem Modeschmuck, der mit einer Lackschicht überzogen ist, darf die Nickelabgabe diesen Höchstwert auch innerhalb einer Nutzungszeit von 2 Jahren nicht überschreiten. Darüber hinaus dürfen Ohrstecker und ähnliche Erzeugnisse, die beim Ohrlochstechen oder Piercen bis zum Verheilen der Wunde im Körper verbleiben, bis auf ganz geringe Spuren (Nickelgehalt unter 0,05%) kein Nickel enthalten. Durch diese Vorschriften soll erreicht werden, dass Nickelallergien nicht entstehen und Personen, die empfindlich auf Nickel reagieren, vor Beeinträchtigung durch Kontakt mit nickelhaltigen Gegenständen geschützt werden.

Fazit:  Für den sekundären Einsatz (nach- Epithelesierung/vollständige Ausheilung des Stichkanals) sind 316L, 316LVM und Implantatstahl hervorragend geeignet und nach den derzeitigen Richtlinien erlaubt. Das gilt nicht für den primären (Erst-)Einsatz.

Produkte der Steel-Line sind nicht für den Ersteinsatz zum Piercen erlaubt.
Ausgenommen: PTFE

 
 
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